Große Unterstützung für AKHD Löwenzahn

Der neu gegründete Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn trifft in Dortmund auf eine große Bereitschaft zur Unterstützung. Die BVB-Stiftung „leuchte auf“ übergab dem Dienst als Startkapital einen Scheck in Höhe von 10.000 Euro.

„Die Gründung eines solchen Dienstes ist finanziell besonders schwierig, da die Krankenkassen sich erst nach anderthalb Jahren mit einem kleinen Betrag an den Kosten beteiligen,“ sagt Beate Schwedler, Vorsitzende des Trägervereins Forum Dunkelbunt e.V.. Deshalb freut sie sich über die vielen Spender und Unterstützer des Dienstes.

In Dortmund sind über 300 Kinder lebensverkürzend erkrankt. Davon sind 90 Prozent, also 270 Kinder und ihre Familien, ohne Begleitung. Der überkonfessionell arbeitende, neue AKHD Löwenzahn hat sich vorgenommen, das zu ändern. Ziel ist es, aktiv jedem betroffenen Kind und seiner Familie ein angemessenes Begleitungsangebot zu machen.

Marco Rühmann (2.v.r.) übergab den Scheck der Stiftung „leuchte auf“ an das Team des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Löwenzahn: Stefan Bender, Beate Schwedler, Thorsten Haase (v.l.)

Die BVB Stiftung „leuchte auf“ fördert insbesondere gemeinnützige Projekte in Dortmund. Einer der Schwerpunkte bezieht sich auf den Bereich der Gesundheitsförderung. „leuchte auf“-Stiftungsvorstand und BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer freut sich über die neue Initiative: „Genau solche Projekte wollen wir fördern. Wir freuen uns, mit unserer Spende einen Grundstein für eine verbesserte Versorgung im Bereich Kinderhospizdienste in Dortmund legen zu können“.

„Die tolle Unterstützung durch den BVB und viele andere Spender hat uns gerade in dieser schwierigen Startphase sehr unterstützt, angeschoben und Tempo aufnehmen lassen“, sagt Schwedler. Nach dem Start im August bilden die Verantwortlichen derzeit 28 Ehrenamtliche für die Begleitung aus. Ein 100-stündiger Vorbereitungskurs befähigt die „Neuen“, vor Ort in den Familien die erkrankten Kinder zu begleiten. So werden die Familien zeitlich und emotional entlastet. Es entstehen Freiräume, die in den Familien segensreich genutzt werden. Ab Januar ist es dann soweit, dass die Begleitung in den Familien startet.

„Es ist prima für die Kinder und ihre Familien, dass es nun losgeht. Wir liegen jetzt sogar einige Monate vor unserem Zeitplan“, freut sich Schwedler. Ermöglicht hat diesen Erfolg das Engagement der neuen Ehrenamtlichen und natürlich auch die finanzielle Unterstützung durch den BVB.

„Tangoglück“ in der Mitte den Scheck halten von links Monica Hirsch Reinshagen Thorsten Haase, Michael Hirsch Reinshagen

Ein anderes Beispiel der tätigen Hilfe: Die Tangoschule „Tangoglück“ veranstaltete ihren „x-mas-ball“ zugunsten des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes. Aber auch viele andere Unterstützer stehen dem neuen Kinderhospizdienst helfend zur Seite, beispielsweise die Dortmunder Volksbank, die Metzger Baustoffe GmbH, das Neuseelandhaus, die Unternehmensberatung Nord6, die Signal Iduna Krankenversicherung, die SuperOffice GmbH und viele, viele Einzelspender.

Vor den Verantwortlichen des Kinderhospizdienstes liegt jedoch noch eine Menge Arbeit. „Neue Projekte zusammen mit der Kinderklinik Dortmund sind für das Frühjahr vorbesprochen. Zudem müssen bis Juni 2020 noch insgesamt 170.000 Euro an Spenden eingeworben werden, damit auf Dauer Hilfe für die betroffenen Kinder organisiert werden kann“, sagt Schwedler mit Blick auf die nächsten Monate.

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