Über Dunkelbunt

Angefangen hat die Idee Dunkelbunt mit einem Blog. Als Trauerrednerin wollte ich die verschiedenen Aspekte des Todes und der Trauer beleuchten, mit denen ich in meiner Arbeit rund herum konfrontiert bin und die großteils durch eine auffallende Sprachlosigkeit gekennzeichnet sind. Dann stellte sich beim Gespräch mit Freunden heraus, dass dies nicht nur nach dem Tod vieles unbesprochen bleibt, sondern auch vor dem Tod. So entstand die Idee, einen Verein zu gründen, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt. Chronologisch:

Die erste Idee: Warum Dunkelbunt?

Es mag ja sein, dass die Farbe Schwarz am besten zum Tod passt.
Die Farbe Schwarz drückt wohl am besten das Gefühl der Trauer, des Verlustes und der Niedergeschlagenheit aus, die uns beim Trauern überfällt.

In meinem Blog möchte ich die verschiedenen Seiten des Lebens mit dem Tod beleuchten, oder sagen wir besser belichten, denn ich möchte einiges davon aus der dunklen, traurigen, schaurigen, feucht-schimmligen Ecke hervorholen an die frische Luft und das Sonnenlicht.

Trauer ist nicht lustig.
Es ist die Erfahrung des endgültigen Verlustes, ob wir wollten oder nicht, es ist in diesem Sinne auch die Erfahrung des Kontrollverlustes. In vielen schlauen Büchern sagt es sich so einfach daher – man muss nur „loslassen“. Aber Wünsche, Sehnsüchte, Lebensentwürfe loszulassen ist nichts, was mal eben funktioniert.Es ist ein langer, oft schmerzhafter Prozess, der uns im besten Fall zu einem neuen Lebenssinn, vielleicht auch zu uns selbst führen kann.

Und insofern kann Trauer auch hineinführen in eine frische Lebendigkeit auf ganz neue Art und Weise. Gehen Sie doch ein Stückchen mit!

Unbesprochens vor dem Tod und nach dem Tod

Das Interesse an dem Blog von vielen Leser/innen und der Zuspruch zu dem Projekt hat uns inspiriert, über weitere Formen nachzudenken, um das Unbesprochene rund um den Tod zum Thema zu machen. Es reifte die Idee für Workshops, für Friedhofsspaziergänge und dann auch schnell dazu, einen Verein zu gründen, der sich dieser Dinge annehmen kann.

Dieser Beitrag wurde 871 mal näher angesehen!

Wir freuen uns über Eure Kommentare zu diesem Text